Württembergische Metallwarenfabrik (WMF)

Württembergische Metallwarenfabrik (WMF)

Am 10.Juni 1853 beginnt die Geschichte des von Daniel Straub in Geislingen gegründeten Unternehmens, Dieser hatte kurz zuvor bereits die Maschinenfabrik Geislingen aus der Taufe gehoben. Damals noch unter dem Namen „Straub & Schweizer“ präsentierte die Firma erstmals ihre Messing-, Kupfer- und Plaquéwaren auf der Münchener Industrieausstellung 1954. Mit dem steigenden Bekanntheitsgrad wächst auch der kleine handwerkliche Betrieb von anfangs 15 Mitarbeitern zu einem 60 Mann starken Unternehmen mit Fabrikkonzession (1855). Durch die Goldmedaille auf der Weltausstellung 1862 erlangte der Betrieb auch internationalen Ruhm. Der tragische Tod von Straubs Sohn Heinrich und die steigenden Anforderungen an die Produktion führten 1880 zur Fusion mit der Metallwarenfabrik „Ritter & Co“ zur „Württembergischen Metallwarenfabrik AG“ – WMF mit Hauptsitz in Geislingen. Damals wie heute legte das Unternehmen besonderen Wert auf ein gutes Verhältnis zu ihren Mitarbeitern. Neben der Gründung eines Wohlfahrtsvereins (1887) sowie der Betriebszeitung (1890) veranlasste die Betriebsleitung unter der Führung von Carl Haegele auch einen firmeninternen Fischverkauf zu Sonderkonditionen (1912): die heutige Fabrikverkaufsstelle „Fischhalle“ war geboren.

Bis zum Ersten Weltkrieg expandierte WMF durch Gründung weiterer Zweigwerke, Fusionen und Firmenübernahmen. Mit einer Anzahl von 4.500 Mitarbeitern ist das Unternehmen 1912 zum größten Arbeitgeber Württembergs angewachsen. Durch den Einsatz der Stahllegierung „rostfreien Edelstahls“ der Firma „Krupp“ entwickelte WMF 1932 das erste „Cromargan“- Besteckt, welches man heute noch unter der Modellbezeichnung „2500“ erwerben kann. Der künstlerischen Ausrichtung Anfang des 20.Jhd. folgt in den 1950/60er Jahren die durch Bauhausschüler Wilhelm Wagenfeld beeinflusste Funktionalität der Produkte. Ebenfalls zu dieser Zeit beginnt die Herstellung der bekannten Tafelmesser im Zweigwerk Hayingen sowie 1977 die Fertigung der Küchenmesser. Ein weiterer Meilenstein des Unternehmens war die Entwicklung der weltweit ersten vollautomatischen Kaffeemaschine im Jahr 1969, welcher 2006 der erste Kaffeevollautomat für zuhause folgte. Zum Mutterkonzern gehören seit Mitte der 1980er Jahren auch das Tochterunternehmen Alfi, Hepp, Auerhahn, Silit, Kaiser Backformen und Schaerer Kaffeemaschinen, wodurch WMF heute weltweit zu einem der führende Hersteller von Besteck, Küchengeschirr, Küchengeräten sowie Tisch- und Wohnaccessoires wurde. Ein überregionaler Anziehungspunkt ist der neu gestaltete WMF-Werkverkauf in der Fischhalle mit einer freundlichen und großzügigen Einkaufsatmosphäre und die angrenzenden Fabrikverkäufe.