Erz-Bahnhof Staufenstolln

Ehem. Erzbahnhof Staufenstolln

Im Oktober 1903 wurde die Taelesbahn als Nebenstrecke zur Hauptstrecke zwischen Stuttgart und Ulm von Geislingen nach Wiesensteig eröffnet. Im Dritten Reich wurde unter dem Geislinger Michelsberg verstärkt Eisenerz für die Waffenproduktion abgebaut und von diesem Bergwerk über den Erzbahnhof am Staufenstolln mit der Taelesbahn zum Bahnhof Geislingen sowie zwischen 1940 und 1944 über einen Kehrbahnhof im Eybtal zu den Hüttenwerken im Ruhrgebiet transportiert. Im besten Förderjahr 1940 schürfte man über 900.000 t Erz aus dem Staufenstolln.

In den 50er Jahren wurden immerhin noch 2,5% der deutschen Erzproduktion in Altenstadt gefördert. Nach Schließung des Bergwerks 1963 erfolgte noch drei Jahre lang der Abtransport der auf Halde lagernden Erze über den Erzbahnhof. Zwischen Geislingen und Deggingen hielt die Bahn den Personen- und Güterverkehr auf der Tälesbahnstrecke noch bis 1980 aufrecht.

Das Gleisareal der Erzverladung und der ehemalige Erzbahnhof wurden danach weitgehend abgerissen und für das neue Industriegebiet Neuwiesen erschlossen. Heute zeugt nur noch ein ehemaliger Lokschuppen im Industriegebiet von der früheren Bedeutung des Erzabbaus am Stauffenstolln.