Salach

Salach

Schachenmayr – dieser Name ist eng mit der Gemeinde Salach verbunden. Die Kammgarnspinnerei Schachenmayr entstand aus der Tabak- und Grapp-Fabrique des Kommerzienrats Duncker. Dessen Nachfolger hatten immer wieder mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Ab 1835 führte Leonhard Schachenmayr das Unternehmen zu neuer wirtschaftlicher Blüte. So nahm auch die Zahl der Arbeiter Anfang des 20. Jahrhunderts auf rund 1000 Beschäftigte zu. Bis Anfang der 1980er-Jahre trotzte das Unternehmen dem allgemeinen Niedergang der württembergischen Textilindustrie, bevor dann 1984 der britische Konzern Coats den Betrieb übernahm, die Produktion sukzessive einstellte und am Standort den Europaversand einrichtete. Seit 2015 läuft die Ausgliederung der Handarbeitssparte unter das Dach der Aurelius AG. Wolle von Schachenmayr gibt es bis heute unter dem traditionsreichen Namen zu kaufen, u. a. im Werksverkauf in der Salacher Ortsmitte. Zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude wie die ortsbildprägenden Wollsortier- und Spinnereigebäude blieben trotz des Umbruchs am Standort erhalten und harren einer Nachfolgenutzung. In den Jahren 1935 und 1936 errichtete der örtliche Bau- und Sparverein unter der Leitung von Conrad Bareiss nach Plänen des Architekten Hugo Schlösser die denkmalgeschützte Schachenmayr-Siedlung, deren heimat-
verbundene Fachwerkarchitektur prägend für diese Zeit war.

Die Ankerpunkte in Salach

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