Hornbestecke Firma Buchsteiner

Johannes Buchsteiner GmbH & Co. KG

Johannes Buchsteiner, der bei der Firma Krathwohl in Altenstadt das Handwerk zum Hornbesteckmacher erlernt hatte, gründete 1910 das Unternehmen Johannes Buchsteiner GmbH & Co. KG in Kuchen.  Aus Platzgründen legte er 1912 in zwei Gebäuden und mit 23 Mitarbeitern das Fundament der heutigen Fabrik in Gingen. Bereits im Jahr 1928 hatte die Belegschaft eine Zahl von 170 Mitarbeitern erreicht. 1930 erhielt Johannes Buchsteiner eine Auszeichnung als „erfolgreicher Wirtschaftspionier“. Wurde um 1924 in der Fabrik Kunsthorn verwendet, kamen ab 1935 Pressstoffe hinzu. Anschließend erfolgte der Einsatz von Plexiglas, ab 1938 auch von Polystyrol. Mit der Verwendung von Polystyrol konnte der Grundstein für die heutige Hausgeräteproduktion gelegt werden. Nach Buchsteiners Tod im Jahr 1951 führten seine beiden Söhne Hans und Hugo das Unternehmen weiter. Diese stellten ein Jahr später die kostspielige handwerkliche Verarbeitung von Horn ein. 

Anstatt sich auf das Pressen zu konzentrieren, führten sie das Spritzen von Kunststoffprodukten auf hochmodernen Spritzgussmaschinen ein. Dadurch konnten Eimer, Schüssel, Wannen, Wäschekörbe und viele weitere Produkte hergestellt werden. Einer der wichtigsten Auftraggeber wurde die Deutsche Lufthansa AG, für die Buchsteiner das benötigte Bordgeschirr herstellte. Nach dem Tod von Hans Buchsteiner übernahm dessen Frau Renate 1970 die Geschäfte und agiert seitdem als Geschäftsführerin. 2010 feierte das Unternehmen sein 100-jähriges Bestehen und ist somit der älteste Industriebetrieb in Gingen. Das Markenlogo mit dem Büffelhorn steht heute für weltweit vermarktete Kunststoff-Haushaltsprodukte und beschäftigt zurzeit noch 80 Mitarbeiter. Zudem betreibt das Unternehmen mit der „Fundgrube“ einen florierenden Werksverkauf.