Baukultur & Denkmal

Baukultur & Denkmal

Bundesweit eines der wenigen, unter Denkmalschutz stehende Autobahnteilstücke, einer der ersten Stahlbeton-Skelettbauten in der Region, Fabrikantenvillen im Schweizerstil, Fabrikgebäude im Stil der klassischen Moderne – das alles können Sie im Filstal erleben. Entdecken Sie auf der Route der Industriekultur denkmalgeschützte Industriebauten, Unternehmervillen, Arbeitersiedlungen und sogar Verkehrswege.

Die Industrialisierung krempelte die Gestalt der Städte und Dörfer im Filstal vollständig um, baulichen Neuerungen hielten mit den Fabrikgebäuden Einzug in die Region. In die kleinen Städtchen und Dörfer, in denen bis dahin der Kirchturm das Ortsbild beherrschte, zogen weitläufige Fabrikanlagen mit Schornsteinen, Bahnanlagen und angegliederten Arbeitersiedlungen ein. Manches Werksgelände entwickelte sich als eigene Stadt in der Stadt. Heute erstreckt sich im Filstal zwischen Geislingen und Plochingen ein fast ununterbrochenes Siedlungsband.

Mit der Industrialisierung zogen neue Bauformen und -weisen ins Filstal ein. Backsteinmauern oder Sägezahndächer waren hier bis Mitte des 19. Jh. weitgehend unbekannt. Der Stahlbeton-Skelettbau wurde zuerst an Fabrikgebäuden erprobt – eines der ersten Gebäude in dieser Bauweise ist das ehemalige Salamanderzweigwerk in Göppingen. Vom historisierenden Baustil zu Beginn der Industrialisierung über den Jugendstil bis zur Moderne – die Fabrikgebäude, die Villen der Unternehmerfamilien oder die Arbeiterwohnungen folgten immer auch dem Stil der Zeit.

Das Filstal kann zudem mit bundesweit einmaligen, ingenieurtechnischen Meisterleistungen aufwarten: Die Autobahn überwindet den Albtrauf am Drackensteiner Hang mit landschaftlich vorbildlich eingefügten Brücken- und Tunnelbauwerken; an der Geislinger Steige erklimmen die Züge eine der steilsten Bahnstrecken Deutschlands (in Normalspur).